30 Jahre Krieg und die Varusschlacht - Teil II

Als Nachfolger des Tiberius war Quintilius Varus an den Rhein gekommen. Paterculus beschrieb ihn als Mann von sanftem und ruhigen Charakter, jedoch geistig und körperlich etwas schwerfällig. Er hatte zuvor die Verwaltung in Syrien übrig. Laut Paterculus war er ein geiziger Mann und Cassius Dio schreibt etwa 200 Jahre später: " Er gab Ihnen (Cherusker) Befehle, als ob sie seine Sklaven seien, und verlangte von ihnen wie von Untertanen Steuern. Das ließen sie sich nicht gefallen. Die Fürsten wollten ihre einflussreiche Stellung nicht einbüßen, und die große Masse des Volkes zog die gewohnte Ordnung der Dinge der fremden Zwingherrschaft vor." Dennoch ließen die Cheruskerfürsten ihren Unmut und Zorn nicht erkennen. Im Gegenteil, sie taten alles, um die Freundschaft zu heucheln, Cassius: " Die Häupter der Verschwörung und die Hauptanstifter des tückischen Anschlags und der Empörung waren Arminius und Segimer. Beide waren fortwährend um Varus und aßen auch oft mit an seiner Tafel. So war denn dieser guten Mutes und argwöhnte nichts Böses." So haben wir einmal ein Motiv für die Varusschlacht. Doch wie konnte es ein junger Germane, wie Arminius in der römischen Armee so weit bringen? Die Römer erkannten sehr bald, dass ihnen die Gallier und Germanen im Nahkampf  überlegen waren. Siege konnten die Römer meist nur aufgrund ihrer besseren Bewaffnung und Disziplin erringen. So stand es nahe, dass man sich die Dienste der unterworfenen Germanenkrieger zu Nutze machte. Sie dienten zu tausenden in den römischen Legionen, meist als Fußtrupp an vorderster Front mit den Galliern. Nicht nur bei der Varusschlacht, auch 7 Jahre danach, bei den Schlachten von Idistaviso und am Angrivarierwall kämpften germanische und gallische Eliteeinheiten unter römischer Führung gegen ihre germanischen Brüder. Die Centurionen rissen sich förmlich um die jungen Germanenkrieger, die aufgrund ihrer Kampfkraft einen enorm guten Ruf hatten. Immer mehr wurden in Rom ausgebildet und nahmen auch, wie Arminius höhere Positionen ein. 5 n. Chr. wurde ein Freundschaftsvertrag mit den Cheruskern unterschrieben. So kamen die Römer bis nach Nordgermanien durch. Arminius wird als junger Mann vornehmer Abkunft, als Sohn Segimers, des Fürsten der Cherusker beschrieben. Er kam bei den römischen Geschichtsschreibern wesentlich besser weg, als sein Gegenüber Varus. Er galt als mutig und von schnellen Geist, anders als Barbaren üblicherweise von den Römern dargestellt wurden. Er hatte auf jeden Fall das Vertrauen des Varus. Den laut Tacitus wurde Varus noch vor der Schlacht von Segestes, dem verhassten Schwiegervater von Arminius gewarnt, der ein Komplott bereits erahnte. Varus ignorierte die Warnung. Somit ging Arminius perfekter Plan auf. Varus zog, da man von germanischer Seite um Hilfe bat, von Minden aus mit der XVII., XVIII. und XIX. Legion los. Er sollte mit seinen Truppen für Ruhe und Ordnung sorgen und gegen herumziehende  Räuberbanden vorgehen und schließlich Nahrungslieferungen an die Germanen sichern. Insgesamt 20.000 Mann, begleitet von den Familienangehörigen samt Gepäckzug, die ein vorsichtiger Heerführer wohl auf direkten Weg ins Winterlager geschickt hätte. Aber man befand sich ja im befreundeten Cheruskerland.  Insgesamt handelte es sich um rund 30.000 Menschen bei einer Zuglänge von etwa 25 Kilometer. Arminius und seine Krieger hielten sich in der Begleitung des Varus auf. Die Römer gerieten in die Sümpfe und Wälder des Teutoburger Waldes, vermutlich des Höhenzugs östlich der Quellen von Ems und Lippe. Darin Lag im Prinzip die durchdachte Strategie des Arminius, der die Kampfweise der röm. Legionen aus nächster Nähe kannte; sie verloren ihre einzigartige Stärke, sobald sie übersichtliches, weites Gelände verlassen mussten. Die Formation des "Agmen quadratum" war somit nicht möglich. Eine Formation die als fast unverwundbar galt. Noch einmal versuchte Segestes zu warnen. Erfolglos. Am nächsten Morgen waren Arminius und sein Trupp verschwunden. Gerüchte kamen auf, nach denen römische Patrouillen abgefangen und getötet worden waren. Nun wurde allmählich sogar Varus das Ausmaß der Situation bewusst. Er leitete den Zug zum Winterlager Alisio, um doch noch so schnell wie möglich das rettende Ziel zu erreichen. Viele germanische Reiter begangen den Zug zu verlassen, wobei sie vorgaben, Verstärkung zu holen. Dann erreichte die Römer die Meldung, Alisio würde belagert, also wechselten sie wieder den Kurs. Der Wald um sie herum wurde immer dichter, und ein heftiger Regen kam auf. Cassius Dio berichtet: " Inzwischen kam auch ein starker Regen und Sturm auf, was die Marschierenden weiterhin voneinander trennte, und der Boden, um die Wurzeln und Stämme her schlüpfrig geworden, machte jeden Schritt höchst unsicher; Bruch und Sturz der Baumwipfeln sorgten für weitere Verwirrung." Da griff Arminius an. Cherusker, Brukterer und weitere germanische Verbündete eröffneten das Fiasko der Römer. Tausende von Speeren wurden entlang des gesamten Zugs in die Menschenmenge geschleudert, durch den Regen, mitten ins Chaos. Durch die locker gewordene Marschordnung, die ein gruppenweise, konzentrierte Verteidigung gegen die flinken Angreifer erschwerte, mussten die Römer erste große Verluste hinnehmen. Sie retteten sich vorerst in die Nacht, schlugen ein Lager auf und verbrannten die meisten Wagen und anderen Ballast. Am nächsten Morgen gerieten sie kurzfristig auf besseres offenes Gelände, dann jedoch wieder in die unheilvollen, nassen Wälder. Der nächste Tag sollte ihr Schicksal besiegeln. Die römischen Legionen verloren vollends ihre Gefechtsordnung. Erneut heftiger Regen und Wind machten die Situation noch prekärer. Was dem Gegner weniger ausmachte, denn er konnte von den angelegten Wällen immer wieder angreifen, und das gegenüber den Römern leicht gerüstet. Außerdem hatte sich die Zahl der germanischen Verbündeten im Laufe des Kampfes vergrößert. In der Hoffnung auf Beute schlossen sich weitere Männer aus umliegenden Siedlungsgebieten an, die ursprünglich nicht dem Heer angehörten. Das war das Ende der römischen Legionen. Das gesamte Heeresaufgebot wurde hingemetzelt. Die ganze Wut und der Hass gegenüber den römischen Invasoren zeigt sich in den Überlieferungen der antiken Schriftsteller. In Guerillataktik wurden die Römer einzeln Mann um Mann getötet, die Köpfe abgeschlagen, Centurionen wurden an Ort und Stelle hingerichtet, gekreuzigt, gehäutet und auf Altären noch am Schlachtfeld den Göttern geopfert. Was sich am Ende der Varusschlacht abgespielt hat, erfahren wir durch Tacitus, als er den Besuch der Germanicustruppen 6 Jahre später auf dem Schlachtfeld schildert: " Unter den Baumgruppen standen noch die Altäre, an denen der Feind die Tribunen und Centurionen erster Klasse hingeschlachtet hatte." Weiters: " Die zu Enthauptenden ließ man in einer Grube stehen oder niederknien." Varus und die übrigen hohen Offiziere erfasste darüber Angst, sie möchten entweder lebendig in Gefangenschaft geraten oder von ihren Feinden getötet werden. Dies ließ sie zu einer schrecklichen, aber notwendigen Tat wagen; sie begingen Selbstmord. Die Germanen rissen den halb verbrannten Leichnam von Varus vom Scheiterhaufen und enthaupteten ihn. Arminius sandte den Kopf an den Markomannenkönig Marbod, als Symbol für die Einheit Germaniens gegen die Römer. Doch Marbod ließ sich weder beeindrucken noch zu einem großgermanischen Bund hinreisen. Er sandte den Kopf nach Rom weiter. Die Reaktion des Kaisers Augustus in Rom auf die Katastrophe im Teutoburger Wald ist in die Zitatkultur des Abendlandes eingegangen. Als er die von den Germanen nach Rom geschickte Kopftrophäe des Varus erhielt, zerriss er sich laut Sueton seine Kleider, stieß seinen Kopf immer wieder gegen den Türpfosten und rief: "Quinctili Vare, legiones redde!"  - "Quinctilius Varus, gib mir meine Legionen wieder!" Er ließ sich sein Haar und seinen Bart mehrere Monate lang wachsen und soll über Jahre hinweg an diesem Tag gefastet und geschwiegen haben. Die XVII., XVIII. und XIX. Legion wurden nie mehr aufgestellt. Wo sich der Ort der Varusschlacht befindet ist noch immer nicht mit eindeutiger Sicherheit geklärt. Seit 1987 zählt man den Raum um Kalkriese nahe dem heutigen Osnabrück zur Varusschlacht. Die meisten heutigen Geschichtsschreiber geben, wenn auch vorsichtig Kalkriese als das Hauptgelände der Varusschlacht an. Aber es gibt noch immer sehr viele Kritiker an dem Standort Kalkriese. Rolf Bökemeier z.B. lokalisiert als vermutliches Hauptgelände der Varusschlacht das Gelände zwischen Hörste und der Grotenburg (nach Tacitus: "Campus"). Auch er und andere Wissenschaftler bringen dafür Indizien, anhand von Ausgrabungen, Satellitenbildern, etc. Nach dessen Theorie wäre also das berühmte Hermannsdenkmal (1875 eingeweiht, Schöpfer: Ernst von Bandel) an der richtigen stelle. In Kalkriese fand nach dieser Auffassung zwar auch eine Schlacht zwischen Römern und Germanen statt, aber laut Bökemeier soll es sich um die Caecinaschlacht (15 n. Chr.) handeln, die ebenfalls unter Arminius zu einen klaren Sieg über die Römer führte. Die antike Geschichtsschreibung gibt nur vage Aussagen über die Örtlichkeiten. Tacitus erwähnt den Teutoburger Wald. Aber so wie er sind auch andere Ortsangaben heute nicht mehr zu klären, so das man nur Vermutungen anstellen kann und in erster Linie auf die Ausgrabungen angewiesen ist. Klar ist, dass sich die Kampfhandlungen über mehrere Schauplätze verteilten, und das in unwegsamen Gelände. Die Kämpfe hielten 3-4 Tage an, bis schließlich die römischen Legionen in einem Finale vernichtet wurden. Überlassen wir den Wissenschaftlern die Aufklärung der Örtlichkeiten und wer weiß, vielleicht gibt es noch die ein oder andere Überraschung. Unbedeutsam ob Kalkriese oder doch ein anderer Ort, die Niederlage Roms hatte gewaltige Auswirkungen. Das Imperium schreckte zurück. Fluchtartig räumten die Römer nach Arminus´ Sieg die rechtsrheinischen Militärstützpunkte und Ansiedlungen und ziehen erst einmal über den schützenden Strom zurück. Im Frühjahr 10 n. Chr. übernahm Tiberius wieder die Legionen, die Truppenstärke wurde drastisch erhöht und man drang in Gebiete germanischer Stämme vor, zerstörte einzelne Landstriche, schlug aber keine entscheidenden Schlachten. Ende 12 n. Chr. übergab er das Kommando Germanicus, der noch häufiger in Germanien einmarschierte, dessen Vorstöße aber ebenfalls fruchtlos blieben. Den Römern war eine Lektion erteilt worden, und jetzt gebärdeten sie sich wie verletzte Tiere, die in blinder Wut nach ihren Peiniger schlagen, ohne diese wirklich zu treffen. Zwar erreichte Germanicus im Jahre 13 n. Chr. nach der Unterwerfung einiger Stämme sogar die Elbe, doch blieb die Grenze weiterhin unsicher und Germanien frei und unüberschaubar. Tiberius wurde nach dem Tod des Augustus 14 n. Chr. römischer Kaiser. 15 n. Chr. konnte Arminus die Römer in der bereits erwähnten Caecinaschlacht nochmals besiegen. Ein Jahr später sollten noch zwei große Schlachten stattfinden. Die erste bekannt unter der Schlacht von Idistaviso (16 n.Chr.). Hier standen sich die ebenbürtigen Feldherren Germanicus und Arminius gegenüber. Der Ausgang der Schlacht war nicht entscheidend. Es endete mit einem Sieg der römischen Legionen, ohne jedoch den Verbund um Arminius eklatant zu schwächen. Aber wohl ein Ereignis hatte Symbolcharakter für die Uneinigkeit der germanischen Stämme. Der jüngere Bruder von Arminius "Flavus" stand zu Rom loyal und vor den Kämpfen trafen sich die Brüder bei Minden an der Weser. Tacitus berichtet: " Jetzt fingen sie an zu streiten. Flavus wies auf die Größe Roms, auf die Macht des Germanicus, auf die schweren Strafen, die der Besiegte, und auf die Gnade, die der sich Unterwerfende zu erwarten habe; auch des Arminius Gattin und Sohn würden nicht als Feinde behandelt (Anmerkung: 15 n. Chr. wurde die schwangere Thusnelda; Gattin des Arminius durch Segestes entführt und nach Rom verschleppt). Arminius sprach vom heiligen Rechte des Vaterlandes, von den Ahnen Freiheit, von den heimischen Göttern Germaniens, von der Mutter, die sich seinen Bitten anschließe; er möge doch nicht sein Haus, seine Sippe, ja sein ganzes Volk schnöde verlassen, sondern lieber als Feldherr sich an seine Spitze stellen. Sie gerieten allmählich in Zank und Streit. Wenn nicht Stertinius herbeigeeilt wäre und den Flavus, der zornentbrannt nach Ross und Waffen verlangte, festgehalten hätte, so hätte sie nicht einmal der Fluss, der sie trennte, am Zweikampf gehindert." Leider berichten die antiken Historiker nichts Genaueres über diesen Bruderkrieg. Offensichtlich müssen jedoch die Rivalitäten riesengroß geworden sein, denn im Laufe des Jahres 21 n. Chr. wurde Arminius, der strahlende Held in den Auseinandersetzungen mit der römischen Weltmacht, hinterrücks von seiner eigenen Verwandtschaft ermordet. 16 n. Chr. fand die letzte Völkerschlacht des ersten dreißigjährigen Krieg auf deutschem Boden statt. Die Schlacht am Angrivarierwall. Obwohl sie von der Anzahl der Krieger die Varusschlacht weit in den Schatten stellte, hatte sie kaum Auswirkung auf den weiteren Verlauf der Geschichte. Insgesamt standen sich rund 200.000 Krieger gegenüber. Auf der einen Seite die Römer mit ihren gallischen und germanischen Hilfstruppen unter der Führung des Germanicus, auf der anderen Seite der Verbund der Cherusker unter Arminius. Die Römer konnten einen Sieg erringen, für den sie aber einen hohen Blutzoll bezahlen mussten. Die Cherusker konnten trotzdem nicht vernichtet werden und Germanicus kehrte schließlich an den Rhein zurück, von der Gründung einer römischen Provinz weit entfernt. 17 n. Chr. wurde Germanicus von seinem Onkel Tiberius nach Rom zurückbeordert, der sich für eine defensivere Germanenpolitik entschloss. In den Augen des Tiberius war dieses finstere Land mit seinen unberechenbaren Einwohnern nicht das Blut eines einzigen Legionärs wert. Die römischen Stützpunkte am Rhein wurden geräumt. Es erklärt wohl eher die Resignation des Tiberius. Germanicus durfte im Triumph nach Rom zurückkehren. Offiziell hatte er die Cherusker und deren Bundesgenossen besiegt, so dass am 25. Mai 17 n. Chr. in Rom ihm zu Ehren eine große Feier stattfand. Inoffiziell allerdings war der Versuch des Imperiums, Germanien zu erobern, kläglich gescheitert. Politisch gesehen hatten Tiberius und Germanicus mit der unaufrichtigen Feier ihr Gesicht einigermaßen gewahrt. Indem er aber dreißig Jahre römische Expansionspolitik in Germanien revidierte, ging Tiberius durchaus ein gewisses Risiko ein. Er setzte sein Prestige aufs Spiel, bewahrte aber zweifellos so manchen Legionär wie auch Barbaren vor weiteren Gemetzel und legte den Grundstein für eine interessante Phase der eher friedlichen Kommunikation beider Völker. Doch auch Arminius konnte ein Ziel nicht erreichen. Ein vereintes Germanien unter seiner Führung. Er und Markomannenkönig Marbod konnten sich nicht einigen und es wurde klar, dass es nur Zugewinne auf Kosten des anderen gab. 17 n. Chr. kam es zur Schlacht zwischen Arminius und Marbod, die Arminius für sich entscheiden konnte. Marbod flüchtete mit seinen Herr nach Böhmen, wo er unwesentlich später von dem jungen Goten Catualda ebenfalls vertrieben wurde. Schließlich setzte er über die Donau und bat in der Provinz Noricum um Asyl. Es wurde ihm gewährt, doch seinen Nimbus hatte Marbod verloren. Als Wohnort wurde ihm immerhin Ravenna zugeteilt. Dort verbrachte der berühmte Marbod den Rest seines Lebens wohl behütet im großzügigen Asyl. Der junge Ursurpator Catualdu wurde bald selbst vertrieben, und auch ihm gewährte Rom Zuflucht. Arminius endete nicht so glücklich, wie wir bereits erfahren haben (21 n. Chr.). Auch seinem Widersacher Germanicus erging es nicht besser. Er wurde nach Syrien als Statthalter verlegt und wurde ebenfalls Opfer eines Komplotts. Er starb 19 n. Chr. Warum aber gelangte die Varusschlacht und Arminius zu solcher Berühmtheit und warum war sie so von Entscheidung für die weitere Geschichte Europas? Die Niederlage im Teutoburger Wald hatte der römischen Weltmacht einen irreparablen Schaden zugefügt, weil der Mythos der unbezwingbaren Legionen dahin war. Daher kann sich Arminius die anschließende Kurskorrektur der römischen Germanenpolitik auf die eigene Fahne schreiben. Das "Freie Germanien" blieb auch wirklich frei. Europas Landkarte hätte heute wahrscheinlich anders ausgesehen. Der Sieg Davids gegen Goliath erhält hier wieder seine Note. Doch Tacitus bringt es wieder einmal etwa 80 Jahre später auf den Punkt , der dem jungen Cheruskerfürsten den Ehrentitel "Liberator haud dubie Germaniae  - Befreier Germaniens" verlieh. "Zweifellos war er der Befreier Germaniens und ein Mann, der Rom nicht, wie andere Könige und Heerführer, in seinen Anfängen, sondern auf der Höhe seiner Macht herausgefordert hat. In Schlachten war er nicht immer erfolgreich, im Kriege blieb er unbesiegt. Er lebte 37 Jahre, herrschte zwölf und wird noch immer bei den Barbarenvölkern besungen." Auch heute wird er noch besungen, als Siegfried im Nibelungenlied. In Detmold steht ihm zu Ehren das Hermannsdenkmal (1875 eingeweiht, Schöpfer: Ernst von Bandel), eines der meistbesuchtesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland. (Quelle: "Die Varusschlacht, der Untergang der römischen Legionen im Teutoburger Wald" - Rolf Bökemeier, "Sturm über Europa" - Peter Arens)